Social Commerce: Verkaufe über deinen Social Feed

Social Commerce: Verkaufe über deinen Social Feed

Stell dir vor: Du browst durch Instagram. Dabei siehst du, dass ein Lieferant von Gewürzen und Küchenbedarf, dem du folgst, eine neue Story gepostet hat. Das interessiert dich: Sie präsentieren eine neue Produktreihe an Gewürzmischungen. Nachdem du ein paar Screenshots gemacht und dir einige auf den ersten Blick sehr leckere Rezepte angesehen hast, die Teil ihrer Story sind, fällt dir auf der letzten Seite der Story ein Sticker mit dem Text „Jetzt kaufen“ auf. Du klickst auf den Sticker und legst die Gewürze der Rezepte, die dich interessieren, in deinen Einkaufswagen. Mit diesem Einkauf hast du dich an Social Commerce beteiligt.

Die aktuellen Maßnahmen zur sozialen Distanzierung zeigen, wie wichtig es ist, über mehrere Vertriebskanäle zu verfügen, und dass Social Commerce wichtiger ist denn je. 

In diesem Artikel gehen wir auf folgende Themen ein:

  • Was ist Social Commerce?
  • Social Commerce-Tools, die du verwenden kannst
  • Wie der Social Commerce-Vertrieb einiger Händler aussieht

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Was ist Social Commerce?

Social Commerce bedeutet, die eigenen Social-Media-Konten zum Verkauf von Produkten an Kunden zu nutzen. Optimal eingesetzt bietet es Kunden die Möglichkeit, online sehr einfach nach Produkten zu suchen und zu kaufen, in der Regel ohne dafür die Social-Media-Website ihrer Wahl verlassen zu müssen.

Social Commerce kann sich zudem auf alles rundum eines Einkaufs beziehen. Das kann bedeuten, auf Kommentare zu Beiträgen zu antworten, Inhalte zu neuen Produkteinführungen zu erstellen, Bewertungen von Produkten für den Verkauf über Social Commerce zu stimulieren und Partnerschaften mit Influencern zu Werbezwecken einzugehen.

Laut Pew Research Center nutzen 70 % der Amerikaner Social Media. Seit Beginn der Maßnahmen zur räumlichen Distanzierung hat die Nutzung von Social Media nur noch weiter zugenommen. Laut The Verge verzeichnete Facebook aufgrund der vielen zu Hause bleibenden Menschen weltweit einen extremen Anstieg bei der Nutzung seiner Plattform. 

Einzelhändler, die ihre Reichweite vergrößern und mehr Online-Verkäufe realisieren möchten, können die Vorteile von Social Media nutzen, um Social Commerce zu fördern. Social-Commerce-Verkaufsmöglichkeiten tragen zur Zukunftssicherheit deines Unternehmens bei – es handelt sich schließlich um eine weitere Möglichkeit, wie Kunden dich finden und bei dir einkaufen können. 

 

Ist Social Commerce nur Social Media-Marketing?

Die kurze Antwort lautet: Nein. 

Social Commerce, so wie er aktuell definiert ist, strebt in der Regel einen sofortigen Verkauf an – das Ziel ist es, deine Produkte den Menschen zu präsentieren, die sie kaufen wollen, und ihnen den kürzest möglichen Weg zum Kauf anzubieten.

Social Media-Marketing hat eine größere Reichweite. Das letztendliche Ziel einer Social-Media-Marketing-Kampagne kann sein, mehr Follower oder mehr Reaktionen zu bekommen – es geht dabei häufig mehr um den Bekanntheitsgrad oder um den Aufbau deiner Marke, zumindest teilweise. 

Social Commerce kann ein Teil deines umfassenderen Social-Media-Marketingplans sein, es sollte ihn aber nicht völlig ersetzen. Letztendlich ist Social Media-Marketing die Art und Weise, wie du eine Gemeinschaft von Followern aufbaust, die grundsätzlich dazu bereit sind, über Social Commerce Produkte von dir zu kaufen. 

Der Einstieg in Social Commerce

Bist du bereit, deinen Social Commerce-Plan umzusetzen? In Bezug auf kundenfreundliche Tools, über die du mit Kunden erste soziale Verkäufe realisieren kannst, sind Instagram und Facebook führend. Auf diese beiden solltest du dich konzentrieren. 

 

Integrierte Social Commerce-Tools

Instagram: Beiträge und Stories mit Kauffunktion

Die Beiträge und Stories von Instagram mit Kauffunktion ermöglichen es potenziellen Kunden, die eine Verbindung zu deinen Inhalten eingehen, diesem Gefühl nachzugehen und jetzt sofort einen Kauf zu tätigen. 

Story-Sticker mit Kauffunktion sind besonders nützlich für Unternehmen, die noch keine 10.000 Follower haben und daher keine Links zu ihren Stories hinzufügen können. Sticker funktionieren unabhängig von der Größe deines Unternehmens, sodass du Follower auch darüber auf deine Produkte aufmerksam machen kannst.

Und so funktioniert‘s: Zuerst musst du in Facebooks Katalog-Manager einen Katalog deiner Produkte erstellen. Als Nächstes verbindest du deinen Katalog mit deinem Instagram-Geschäftskonto. Abschließend reichst du dein Konto zwecks Genehmigung bei Instagram zur Überprüfung ein, indem du zu deinen Profileinstellungen wechselst, auf Einkaufen auf Instagram tippst und den Anweisungen folgst.

Sobald du die Genehmigung erhalten hast, kannst du jedes Mal, wenn du einen Beitrag (oder eine Story) hochlädst, der mindestens eines deiner Produkte enthält, diese(s) Produkt(e) wie eine Person auf einem Foto markieren. Immer wenn ein Kunde auf den Tag tippt, wird er zum Produkt weitergeleitet und hat direkt die Möglichkeit, es zu kaufen.

Nachdem du 9 Beiträge mit Kauffunktion hochgeladen hast, wird in deinem Profil eine Shop-Registerkarte angezeigt. So können Kunden sofort erkennen, über welche Beiträge sie etwas kaufen können.

Facebook Shops

Facebook Shops ist ein brandneues Feature, das auf den Prinzipien aufbaut, die Facebook bereits mit Tools wie Instagrams Kauffunktion (Shoppable Posts) getestet hat. Es ermöglicht dir die Einrichtung einer vollständigen digitalen Ladenzeile, die Kunden durchsuchen können, ohne dass sie dazu ihre App verlassen müssen.

Sobald du deinen Facebook-Shop eingerichtet hast, können Kunden darauf entweder über deine Facebook-Seite oder über dein Instagram-Profil zugreifen. Kunden können Produkte, an denen sie interessiert sind, in deinem Shop speichern und – falls du deinen Firmensitz in den Vereinigten Staaten hast – Einkäufe tätigen, ohne die App zu verlassen – was für deine Kunden eine wahrhaft reibungslose Erfahrung bedeutet und potenziell zu mehr Verkäufen führt.

Kunden können dir direkt über die Direktnachricht-Funktionen von Facebook und Instagram Fragen schicken und eventuell Einkäufe tätigen. Achte also darauf, dass du deine sozialen Feeds im Auge hast und Kunden antwortest, wenn du daran interessiert bist, einen Shop zu eröffnen.

 

Erfolgreiche Social-Commerce-Verkäufe

Exclucity ist ein Schuheinzelhändler und ein Lightspeed-Kunde, der über sein Instagram-Konto Social Commerce betreibt.

Bei Exclucity sieht der Social Commerce-Umsatzfluss wie folgt aus:

Die Aufmerksamkeit der Kunden durch Werbegeschenke auf sich ziehen > Beiträge mit Kauffunktion aktivieren > positive Kritiken als Form des sozialen Beweises teilen.

Und so gehen sie vor:  

Seit Beginn der Maßnahmen zur räumlichen Distanzierung legt Exclusity den Schwerpunkt darauf, die eigenen Kunden mithilfe von Werbegeschenken zu belohnen. Sie haben in den letzten Wochen zahlreiche Werbegeschenke zu verschiedenen beliebten Schuhmodellen vergeben. Diese Wettbewerbe haben zu Tausenden Reaktionen auf dem Instagram-Konto der Marke geführt.

Diese Werbegeschenke haben produktorientierte Follower zu ihrem Konto geführt. Um diesen Followern ein passendes Angebot zu machen, hat Exclucity es ihnen ermöglicht, Schuhe direkt von ihrem Feed aus zu kaufen. Mit ein paar schnellen Klicks können potenzielle Kunden neue Schuhe bestellen, ohne dafür Instagram verlassen zu müssen und sie im Online-Shop von Exclucity suchen zu müssen. 

Wenn dann jemand @exclucity in seiner Story taggt, posten sie diesen Post in ihrer eigenen Story. Dies dient als kostenloses Testimonial für ihr Unternehmen und liefert den sozialen Beweis dafür, dass es sich lohnt, einen Kauf über Social Commerce zu tätigen.

Die Kombination aus großzügigen Werbegeschenken und Kundenrezensionen trägt zur Vertrauensbildung bei, was dazu beiträgt, eine Umgebung zu schaffen, in der die Kunden den Einkauf bei Exclucity bevorzugen – in diesem Fall zunächst durch Social Commerce und später möglicherweise durch Verkäufe über ihre E-Commerce-Website oder im Geschäft. 

 

Social Commerce hilft, dein Unternehmen zukunftssicher zu machen

Laden geschlossen? Die Kunden können weiterhin online bei dir einkaufen und du kannst die Sichtbarkeit deiner Website verbessern, indem du Google Shopping-Anzeigen schaltest. Website-Host hat einen Schluckauf? Kein Problem – mit Tools wie Facebook Shops kannst du weiterhin Verkäufe tätigen.

Der Einstieg in Social Commerce bedeutet, dass du eine weitere Möglichkeit hast, Verkäufe zu realisieren, und dass du nicht so verwundbar bist, wenn du auf Probleme stoßen solltest, ganz gleich, ob du diese beeinflussen kannst oder nicht. Und da mehr Kunden als jemals zuvor bereit sind, online einzukaufen, ist jetzt ein idealer Zeitpunkt, auf den Zug aufzuspringen. 

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