Social Media Marketing: Der Einsteiger-Leitfaden

Social Media Marketing: Der Einsteiger-Leitfaden

Social Media ist ein wichtiges Werkzeug dafür, die Markenwahrnehmung zu verbessern, mit Bestandskunden zu interagieren und Markentreue zu schaffen. Es ist insbesondere vorteilhaft für kleine Betriebe, da die Kosten gering und der Zugang einfach ist.

Dazu kommt, dass 69% der U.S. Bevölkerung eine Art Social Media nutzt, wobei es weltweit 2,62 Milliarden Nutzer von Social Media gibt. Ganz gleich ob es dein Ziel ist, lokal zu verkaufen oder deinen Kundenstamm international auszuweiten, Social Media ist der effektivste Kanal dafür, mehr Leute von deinem Geschäft erfahren zu lassen.

Bildquelle: Pew Internet

Ein Drittel der Konsumenten bevorzugen den Kontakt mit einem Unternehmen über Social Media Kanäle, was eine große Chance birgt. Egal, ob du deine Social Media Strategie auf das nächste Level bringen möchtest oder deinen Kanal gerade erst aufsetzt, nutze diesen Mini-Leitfaden für Social Media, um den besten Start hinzulegen. 

Wie du deine Marke auf Social Media einführst

  1. Recherchiere deine lokale Konkurrenz
  2. Wähle deine Plattformen
  3. Setze klare Ziele
  4. Nimm Kontakt zu lokalen Influencer auf
  5. Befolge die 60/30/10 Regel

1. Recherchiere deine lokale Konkurrenz

Am besten startet man auf Social Media damit, herauszufinden, was deine Konkurrenz tut. Schaue dir an, was deine Konkurrenz tut und was funktioniert. Beispielsweise könntest du herausfinden, was das Kundenengagement antreibt. “Gefällt mir”-Angaben und Kommentare? Vergiss nicht, deine Konkurrenz online und offline zu recherchieren. Solange sie die gleiche Zielgruppe haben, wie du, sind diese Einblicke wertvoll.

Nutze die folgende Checkliste, wenn du jeden einzelnen Konkurrenten analysierst. Erstelle eine Tabelle, um deine Ergebnisse zu dokumentieren; es ist ein gute Hilfe, wenn du damit anfängst, deine eigene Social Media Strategie zu planen. Versuche jede der folgenden Fragen für jeden Konkurrenten zu beantworten:

  1. Aktive Benutzerkonten: Welche sozialen Netzwerke nutzen deine Konkurrenten?
  2. Demographische Daten der Follower: Was ist das Alter, das Geschlecht und der Standort des Zielmarktes?
  3. Inhalt: Welche Art von Inhalt lädt der Konkurrent hoch? (Produktbilder, Videos, Lifestyle-Bilder, bildende Inhalte, etc.)
  4. Verbreitung von Inhalten: Wie viele Inhalte jeden Typs der oben genannten Inhaltstypen wird hochgeladen?
  5. Zeitpunkt und Häufigkeit: Wie oft pro Woche werden Inhalte hochgeladen?
  6. Engagement mit Inhalten:  Welche Art von Inhalten hat die meisten Shares, “Gefällt mir”-Angaben, Kommentare, etc.?
  7. Werbeinhalte: Wie viel Prozent der Beiträge sind Werbung?
  8. Influencer: Mit welchen Influencer arbeitet das Unternehmen zusammen?

Wenn du fertig bist, überprüfe deine Tabelle nach Mustern und nutze diese als Startpunkt für dein Social Media Marketing.

Ein Beispiel

Wenn du bemerkst, dass Produktbilder wie das untere das meiste Engagement auf Instagram aufweisen, plane diese Art von Beiträgen in deinen Social Media Marketing-Kalender mit ein. Fokussiere dich auf Inhalte, die hohes Engagement aufweisen.

Bildquelle: Oliver Peoples

2. Wähle deine Plattformen

Instagram, Pinterest, Twitter, Facebook, Snapchat; die Liste scheint jedes Jahr länger zu werden. Zu wissen, welche Social Media Plattform man nutzen sollte, kann überwältigend sein, wenn man so viele Optionen hat. Anstatt zu probieren, jede Plattform zu nutzen, gehe einen Schritt zurück und denke darüber nach, welche Plattform am besten zu deinem Unternehmen passt, indem du mit einem Audit beginnst. Auf welchen Plattformen war deine Konkurrenz am aktivsten und am öftesten?

Wähle Plattformen, die deine Zielgruppe nutzt

Als nächstes, schaue auf die demographischen Daten deines Publikums. Beispielsweise nutzen laut einer Umfrage des Pew Research Centres 78% der 18 bis 24 jährigen Snapchat. Falls deine Zielgruppe älter als 65 sein sollte, dann ist Snapchat höchstwahrscheinlich nicht die beste Option für dein Unternehmen. Also wie findest du die richtige Plattform?

Vergleiche die demographischen Daten aus dem Audit deiner Konkurrenz mit den demographischen Daten deines eigenen Zielmarktes. Danach solltest du dir diese komplette Analyse demographischer Daten auf sozialen Netzwerken von Sprout Social anschauen, um herauszufinden, welche Plattformen deine Zielgruppe am meisten verwendet. Wähle 1 oder 2 Plattformen, die ein großer Teil deiner Zielgruppe nutzt und fokussiere deine Energie auf diese Plattformen.

Klein anfangen, dann expandieren

Mit so wenig Zeit macht es am meisten Sinn, deine Energie auf 1 oder 2 soziale Netzwerke zu fokussieren und es gut zu machen, anstatt sich auf 3 oder mehr zu konzentrieren und keinen Wert zu schaffen. Du kannst deine Strategie später immer noch auf andere Kanäle ausweiten.

3. Setze klare Ziele

Einer der wichtigsten Aspekte von Social Media Marketing ist es, sich klare Ziele zu setzen. Die Einrichtung kurzfristiger und langfristiger Ziele hilft dir dabei, deinen Inhalten eine Richtung zu geben und zu messen, ob deine Strategie funktioniert.

Ein Beispiel
Sagen wir, dass du dir das kurzfristige Ziel gesetzt hast, für 500€ im Monat auf Instagram zu verkaufen. Wenn du in der Mitte des Monats bemerkst, dass du lediglich für 50€ verkauft hast, kannst du deine Strategie anpassen, indem du Inhalte veröffentlichst, die deine Produkte in einem anderen Licht dastehen lassen.

Bildquelle: Saturdays Surf NYC

Wir empfehlen dir, dich auf folgende Social Media Ziele zu fokussieren :

  1. Wachstum: Mehr Follower, mehr “Gefällt mir”-Angaben, mehr Kommentare
  2. Umsatz: Mehr Umsatz durch soziale Plattformen generieren
  3. Traffic: Mehr Benutzer von Plattformen auf deine Seite locken
  4. Produktion: Einen Beitragskalender einführen, um konsistent zu bleiben
  5. Mindset-Mantra: Social Media kann überwältigend sein; setze dir ein persönliches Ziel dafür, fokussiert zu bleiben, ohne dass du gestresst bist oder deine Marke mit anderen vergleichst.

Jeder kleine Betrieb sollte sich wenigstens ein Ziel für jeden Typ setzen – doch der Schlüssel ist es, sich plattformspezifische Ziele zu setzen. Instagram ist ein anderer Typ eines sozialen Netzwerks als Facebook, mit anderen Stärken und Möglichkeiten. Deine Ziele sollten die Einzigartigkeit jeder Plattform reflektieren.

Schreibe deine Ziele in eine Tabelle nieder und setze sie dir am Anfang jeden Monats. Am Ende des Monats, schaue dir deine Tabelle an und evaluiere, was funktionierte und was nicht funktionierte.

4. Nimm Kontakt zu lokalen Influencer auf

Viele kleine Betriebe investieren in Micro-Influencer Marketing. Das bedeutet, dass Betriebe mit Individuen zusammenarbeiten, die die Marke durch authentische, visuelle Beiträge auf ihren Social Media Accounts teilen.

Laut der Influencer Marketing Hub 2017 Studie ist Influencer Marketing die am schnellsten wachsende Methode zur Kundengewinnung, da 67% der befragten Vermarkter bekundeten, dass sie planen, im Jahr 2018 mehr Geld für Influencer Marketing auszugeben. Warum das so ist, ist keine Überraschung. Marken setzen durchschnittlich 6,50$ für jeden 1$ um, den Sie in Influencer Marketing investieren.

Diese Marketingstrategie hat eine so hohe Rendite, weil Influencer als sozialer Beweis für deine Marke fungieren, was ihre Follower dazu ermutigt, deine Produkte auszuprobieren. Da die Empfehlung von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt, ist es wahrscheinlicher, dass die Follower des Influencers deiner Marke vertrauen.

Mit Influencer Marketing anfangen

Beginnend mit lokalen Influencer, erstelle eine Liste von Nutzern, die mindestens 1000 Follower haben und deren Ästhetik und Lifestyle zu deiner Marke und zu deinen Produkten passen. Sende jedem eine direkte Nachricht, in der du erklärst, dass du ihnen kostenlose Produkte schickst, wenn sie deine Produkte umwerben. Einige Influencer akzeptieren kostenlose Produkte als “Bezahlung”. Andere Influencer bevorzugen stattdessen Bargeld, also solltest du dich auf beides einstellen. 

Setze dir ein Budget und halte dich daran – ein Maximum an kostenlosen Produktproben, die du monatlich zur Verfügung hast und ein finanzielles Budget für Influencer Marketing-Aktivitäten.

5. Befolge die 60/30/10 Regel

Laut SnapRetail bedeutet die 60/30/10 Regel, dass 60% der Beiträge, die du erstellst, ansprechender Inhalt sein sollte, der Leute dazu ermutigt, auf deinen Beitrag zu reagieren und ihn zu kommentieren und zu teilen. 30% sollte geteilter Inhalt sein und 10% sollte Werbung für deine Produkte, Dienstleistungen, Verkäufe, Veranstaltungen, etc. sein.

  • 60%: Ansprechender Inhalt, der Menschen dazu ermutigt, deinen Beitrag zu kommentieren und zu teilen.
  • 30%: Geteilter Inhalt deiner Follower, Influencer, etc.
  • 10%: Werbeinhalt, der deine Produkte, Dienstleistungen und Veranstaltungen umwirbt.

Indem du diese Regeln befolgst, stellst du sicher, dass der Inhalt, den du veröffentlichst, eine gesunde Balance zwischen inspirierenden, ansprechenden und werbenden Beiträgen ist. Auch wenn es vielleicht kontraintuitiv klingt, ist es keine gute Sache, zu viele Werbeinhalte zu veröffentlichen. Wenn du deine Follower mit Verkaufsargumenten bombardierst, wird sich dein Publikum nicht angesprochen fühlen und dich früher oder später nicht mehr in Erwägung ziehen.

Dein Publikum besteht aus Individuen mit Gedanken, Gefühlen, Leidenschaften und Interessen. Indem du deine Priorität auf ansprechenden Inhalt setzt, baust du dir ein loyales Publikum auf. Dein Ziel ist es, jeden deiner Follower anzusprechen und ihr Vertrauen zu gewinnen, damit sie dir zuhören, wenn du einmal einen Werbeinhalt veröffentlichst.

Verwende die 60/30/10 Regel, um das Kundenengagement auf sozialen Kanälen mit einem Mix aus ansprechendem, geteilten und werbenden Inhalten zu stimulieren.

Beschleunige dein Markenwachstum mit Social Media Marketing

Nutze diese Leitfaden, um deine Social Media Marketing-Strategie er kreieren und das meiste aus deinen Bemühungen zu holen. Denke jedoch daran, dass bevor du damit anfängst, eine Inhaltsstrategie zu planen, du folgende Dinge wissen solltest:

  • Wer deine Konkurrenz ist
  • Was sie tun
  • Wer deine Zielgruppe ist

Mit einem klaren Bild vor Augen, wer deine Konkurrenz ist, was bei ihnen funktioniert und wer deine Zielgruppe ist, kannst du damit beginnen, deine Inhaltsstrategie zu planen. Dafür solltest du:

  • Die Social Media Plattform finden, die von deiner Zielgruppe am meisten benutzt wird
  • Dir kurzfristige und langfristige Ziele für jede Plattform setzen
  • Lokale Influencer nutzen, die Nutzer ansprechen, die dir nicht bereits auf sozialen Netzwerken folgen
  • Die 60/30/10 Regel befolgen, um sicherzustellen, dass dein Marketing-Mix ansprechend ist.

Wenn du dir die Zeit dafür nimmst, zu recherchieren und deine Inhalte so planst, dass sie deine gesetzten Ziele unterstützen und das Interesse deines Publikums widerspiegeln, bist du auf dem schnellsten Weg, eine aktives Publikum aufzubauen und mehr Markenwahrnehmung zu generieren.