Keywordanalyse: Der SEO-Leitfaden für Einsteiger

Keywordanalyse: Der SEO-Leitfaden für Einsteiger

Jeder weiß, dass Keywordanalyse wichtig für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist, insbesondere, wenn du einen Onlineshop führst. Es hilft dir dabei, besser zu verstehen, wie Menschen deine Website finden. Aber wo sollte man beginnen?

Mit einem Verständnis deiner Zielgruppe.

Eine Sache, die viele Händler vergessen, ist, dass Keywordanalyse nur ein Aspekt der Suchmaschinenoptimierung ist. Genauso wichtig ist es, deine Zielgruppe und Konkurrenz zu verstehen. Das Verständnis deines Umfelds liefert dir wichtige Einblicke, die dir helfen herauszufinden, welcher Inhalt deine Zielgruppe am meisten anspricht.

Über diese Informationen zu verfügen ist wichtig, bevor du damit anfängst, eine Keywordanalyse zu starten.

 

Der Durchschnittskunde und du

Um deine Zielgruppe effektiv mit Nachrichten und Inhalten anzusprechen, musst du zunächst verstehen, wer dein Kunde ist. Noch wichtiger ist, zu verstehen, wie dein Kunde spricht und denkt. Verschiedene Menschen sprechen verschiedene Sprachen, teilen verschiedene Inhalte und kaufen verschiedene Produkte und Dienstleistungen. 

Denke beispielsweise daran, wie du unterbewusst Nachrichten privat und beruflich verfasst. Du sprichst anders, je nachdem ob du mit Freunden, Familie oder Kollegen interagierst. Du benutzt einen anderen Weg dafür, einen beruflichen Kontakt zu knüpfen, als für deine(n) Partner(in). 

Genauso, wie du unterbewusst Nachrichten an deine engsten Kontakte schreibst, solltest du auch Nachrichten an deine Zielgruppe verfassen. Am besten beginnt man damit, indem man sich Kunden- und Verkaufsdaten anschaut, die in einem Kassensystem verfügbar sind.

Untersuche die Demographie deiner Bestandskunden. Achte besonders auf das Alter, Einkommensklasse, Hobbies/Interessen und Branche, falls du über diese Informationen verfügst.

Du könntest auch erwägen, E-Mail Umfragen oder Interviews durchzuführen, um diese Daten zu ergänzen. Als Anreiz zum Mitmachen kannst du Rabatte oder kleine Geschenke anbieten.

Zusätzlich dazu solltest du lernen, wie man mit sozialen Netzwerken und dessen Instrumenten umgeht. Beispielsweise gewährt dir Facebook Zielgruppen-Insights wertvolle Einblicke in Besucherstatistiken. 

Wer sind sie? Wie kommunizieren sie? Welche Inhalte teilen sie am meisten in sozialen Netzwerken?

Darüber hinaus solltest du dir Blogs deiner Konkurrenz anschauen, dich auf dem Laufenden über Branchenentwicklungen halten und Gemeinschaften beitreten, die relevant für dein Unternehmen sind. Bleibe informiert und sei dem Nachrichtenzyklus einen Schritt voraus. Zusammengefasst sollten diese Datenquellen alles sein, was du brauchst, um das Profil deines Durchschnittskunden erstellen zu können. 

Gewappnet mit diesen Informationen kannst du nun damit beginnen, deine Keywordanalyse endlich zu starten.

 

Die Keywordanalyse beginnen

Der erste Schritt besteht darin, ein Brainstorming für die Keywords durchzuführen, die deine Zielgruppe benutzen könnte. Da du bereits weißt, wie sie sprechen, ist es keinen weiten Sprung entfernt, herauszufinden, wie sie nach Inhalten suchen. Beginne mit Themen, von denen du weißt, dass sie deinen Durchschnittskunden interessieren. 

Diese Themen dienen dir als Leitfaden bei der Entwicklung spezifischer Keywords. Sagen wir, deine Zielgruppe ist an nachhaltigen Produkten interessiert. Dies lässt dir sehr viel Spielraum für die Themenfindung, und daraus resultierend für das Finden von spezifischen Keywords.

Schreibe so viele Themen auf, wie dir einfallen. Wenn du mehr Themen benötigst, besuche Diskussionsforen wie Quora oder Reddit, um zu erfahren, worüber Menschen im Internet aktuell diskutieren. Sobald du mit deiner Themenliste zufrieden bist, kannst du das Brainstorming beginnen.

 

Nützliche Tools zur Keywordanalyse

Du kannst deine Brainstorming-Session noch effektiver gestalten, indem du von Tools wie Google Search Console und Google Analytics gebrauch machst. Dies hilft dir dabei herauszufinden, welche exakten Suchanfragen Menschen benutzen, um deine Website zu finden. Des Weiteren empfehle ich, in Tools wie SEMRush oder Ahrefs zu investieren.

Diese mächtigen Plattformen erlauben dir, das SEO deiner Website zu evaluieren, deine Konkurrenz zu recherchieren, Suchanfragen zu verfolgen und die richtigen Keywords zu finden, um deine Sichtbarkeit bei Suchmaschinenresultaten zu maximieren. Die Plattformen kannst du auch dazu benutzen, nach verwandten Themen zu suchen, die auf deinem Brainstorming basieren. Erweitere dies mit dem Google AdWords-Keyword-Planer, um herauszufinden, welche Begriffe das größte Suchvolumen haben, denn im Idealfall willst du auf Begriffe abzielen, die irgendwo in der Mitte liegen.

Profit-Tipp: Es ist sehr schwierig, für Keywords mit hohem Suchanfrage-Volumen eingestuft zu werden, wenn du nicht bereits eine etablierte Marke besitzt. Genauso wenig macht es Sinn, auf Keywords mit geringem Suchanfrage-Volumen abzuzielen. Es gibt 2 verschiedene Arten von Keywords (short-tail und long-tail), welche bestimmte Vorteile und Nachteile haben. 

 

1. Short-tail Keywords

Short-tail Keywords waren einmal Gang und Gebe des SEO, besonders in den frühen Tagen der Suchmaschinen. Heutzutage jedoch ist Suche eher eine Sache der Intention. Es geht darum, jemandem die Ergebnisse anzuzeigen, nach denen eigentlich gesucht wird, anstatt eine Liste auszugeben, die auf einem einzigen Wort basiert.

Im Allgemeinen fehlt den short-tail Keywords der notwendige Kontext, um die Intention widerzuspiegeln. Stattdessen solltest du sie als Anfangspunkt verwenden, genau wie bei den Themen. Du kannst basierend auf deinen short-tail Keywords eine Liste von long-tail Keywords erstellen und sie so spezifisch und zielgerichtet wie möglich im Prozess gestalten.

 

2. Long-tail Keywords

Während short-tail Keywords einen breiten Fokus haben, sind long-tail Keywords spezifisch. Ein long-tail Keyword lässt selten Spielraum für Zweifel über die Intention eines Nutzers.  

Es gibt 4 Arten von Intention, über die du dir bewusst sein solltest. 

1. Informativ

Diese Menschen möchten etwas wissen. Eine typische Suchanfrage könnte zum Beispiel wie folgt lauten: “Wie man eine verstopfte Toilette entblockiert”. 

2. Navigierend

Diese Art von Suchanfrage wird von Nutzern ausgelöst, die nach einer bestimmten Website suchen. Zum Beispiel “Heinrichs Reparatur- und Sanitärdienst”. 

3. Transaktional

Wie du vielleicht schon erwartest, ist dies jemand, der etwas kaufen möchte. “Toilettensitz online kaufen” wäre beispielsweise eine typische Anfrage.

4. Kommerziell

Dies ist eng verwandt mit der transaktionalen Suche. Hierbei gibt es eine Kaufintention hinter der Suchanfrage, aber ist auch investigativer Natur – in anderen Worten, dies ist jemand, der recherchiert, bevor es zu einem Kauf kommt. “Die besten Toilettensitze” oder “Toilettensitze Bewertungen” sind beides Beispiele für eine solche Suchanfrage. 

 

Branded vs. non-branded Keywords 

Zusätzlich zu den short- und long-tail Keywords gibt es noch eine weitere Keyword Klassifizierung, der du dir bewusst sein solltest. Branded und non-branded. Ein branded Keyword beinhaltet deinen Markennamen oder eine Variation dessen. 

Generell sollte sich der Großteil deiner SEO Bemühungen auf non-branded Keywords fokussieren. 

Während Google tatsächlich markenbezogene Websites bei den Suchmaschinenresultaten unterstreicht, ist dies nichts, auf was du unbedingt abzielen solltest. Deine Markenwahrnehmung kannst du durch pay-per-click Werbekampagnen und Marketing auf sozialen Netzwerken erhöhen, was dir dabei hilft, auf natürliche Weise höher in markenbezogenen Suchresultaten eingestuft zu werden.

Darüber hinaus empfehle ich noch folgendes:

  • Erstelle Einträge in Unternehmensverzeichnissen wie Google My Business. 
  • Stelle sicher, dass du deinen Unternehmensnamen, Unternehmensadresse und Telefonnummer auf jeder Seite deiner Website hinterlegst.
  • Wähle einen Domainnamen und URL, die den Markennamen deines Unternehmens und (optional) wenigstens ein Hauptkeyword beinhaltet. 

 

Der Durchschnittskunde und Keywords: Zwei Seiten derselben Münze. 

Obwohl die Google Suchalgorithmen relativ geheimnisvoll für jeden ist, der nicht dort arbeitet (und wahrscheinlich auch für viele Google-Mitarbeiter), wissen wir einige Dinge darüber. Wir wissen, dass der Algorithmus Qualität und Wert über allem anderen priorisiert. Google fokussiert sich darauf, ob eine Website den Nutzer mit den Informationen versorgt, nach denen er sucht, basierend darauf, ob die “richtigen” Keywords darin enthalten sind. 

Jetzt da du diese Dinge weißt, sollte die Wichtigkeit der SEO Keywordanalyse klar sein. Du kannst nicht verstehen, was eine Person wertschätzt, wenn du nicht weißt, wer sie ist. Du weißt nicht, wie du deine Produkte und Dienstleistungen präsentieren sollst, wenn du nichts über deine Zielgruppe oder Branche weißt. 

Und wenn du die oben stehenden Sachen nicht verstehst, kannst du kein effektives Brainstorming für Keywords durchführen. 

 

 

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