Wie man bei Google Shopping verkauft

Wie man bei Google Shopping verkauft

Am 21. April 2020 hat Google angekündigt, dass geplant wird, Händler kostenlos auf Google verkaufen zu lassen. Ab Anfang Mai werden Suchergebnisse im Google Shopping Tab primär kostenlose Inserate anzeigen, was Händlern dabei hilft, sich mit Kunden zu verbinden und möglicherweise einen neuen, unentdeckten Verkaufskanal zu erschließen.

Google plant, diese Initiative noch vor Ende des Jahres weltweit auszuweiten. Diese Ankündigung ist eine echte Chance für kleine oder angeschlagene Unternehmen, von Millionen potentiellen Kunden online entdeckt zu werden, ohne für diese Sichtbarkeit bezahlen zu müssen.

Falls du ein Lightspeed Händler bist, kannst du diese Schritte befolgen, um mit dem Verkauf in Google’s Shopping Tab zu beginnen. Im folgenden Artikel behandeln wir alles, das du über Google Shopping wissen musst, bevor du mit dem Verkauf beginnst: Die Vorteile, Kosten und notwendigen Schritte.

  • Was ist Google Shopping?
  • Warum sollte man Google Shopping nutzen?
  • Lohnt es sich, für Google Shopping-Anzeigen zu bezahlen?
  • Was sind die Vorteile von Google Shopping?
  • Schritte, um mit dem Verkauf bei Google Shopping zu beginnen

 

Was ist Google Shopping?

Google Shopping ist ein Online-Dienst, der Konsumenten dabei hilft, nach Produkten verschiedener Händler zu suchen und diese zu vergleichen. Organische (nicht bezahlte) Inserate werden im Google Shopping Tab angezeigt, während gesponserte (bezahlte) Anzeigen auch in den Suchmaschinenergebnissen erscheinen können.

Organische Google Anzeigen

Organische Google Shopping Anzeigen für Home-Workout-Ausrüstung

 

Bei der Veröffentlichung im Jahre 2002 hat Google Shopping zunächst Produkte auf Basis relevanter Suchbegriffe indiziert. Im Jahre 2012 wurde das Konzept dann zu einem “bezahlte Werbung”-Model umgewandelt, bei dem die Händler dafür bezahlen müssen, dass ihre Produkte in den Suchergebnissen von Google Shopping erscheinen, was den Dienst im Endeffekt zu einem Zweig von Google AdWords macht. 

Google Shopping ist eine Möglichkeit für Einzelhändler und Online-Händler, ihre Produkte bei Google zu bewerben. Im Gegensatz zu textbasierten Google-Anzeigen, die eingeblendet werden und mit den von dir gesuchten Schlüsselwörtern in Zusammenhang stehen, zeigt Google Shopping die Produktinformationen an, die die Händler hochladen (Bild, Preis, Beschreibung, Link zu ihrer Website). 

 

Warum sollte man Google Shopping nutzen?

Um direkt zum Punkt zu kommen: Weil es funktioniert.

Google Shopping Inserate geben Konsumenten alle notwendigen Informationen auf einen Blick und die Anzeigen können am Anfang der Suchmaschinenergebnisse (SERP) erscheinen. Daher ist es wahrscheinlich, dass Kunden die Anzeige sehen und einen Kauf abschließen.

bezahlte Anzeigen

Bezahlte Anzeigen für Home-Workout-Ausrüstung

 

Lohnt es sich, für Google Shopping-Anzeigen zu bezahlen?

Da es nun kostenlos ist, Anzeigen bei Google Shopping zu schalten, könntest du dich Fragen, ob es sich noch lohnt, für eine Anzeige zu bezahlen.

Kurz gesagt, ja, denn bezahlte Anzeigen bergen einige Vorteile. Wenn du möchtest, dass deine Produkte am Anfang der Suchmaschinenergebnisse angezeigt werden und du deine Sichtbarkeit erhöhen möchtest, solltest du bezahlte Anzeigen in Erwägung ziehen.

Backlinko hat im Rahmen einer Studie die organischen Klickraten (CTRs) von Suchmaschinenergebnissen bei Google gemessen und hat herausgefunden, dass der erste Eintrag die höchste Klickrate aufweist, während nur 0,78% der Nutzer auf Links der zweiten Seite klicken.

Google Suche Statistik

Die Anzahl der Nutzer, die auf Google einen Link sehen und anklicken steht im direkten Bezug zu der Position des Links. Je näher du an der Nummer 1 dran bist, desto mehr Nutzer besuchen deine Seite. Die Abkürzung, um die begehrte Nummer 1-Position zu erreichen, besteht darin, für die Anzeige des Produkts, das du anbietest, zu bezahlen. 

Wenn du dich bisher zurückgehalten hast, deinen gesamten Produktkatalog auf Google Shopping hochzuladen, weil du bezahlen musstest, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, alle deine Produkte kostenlos einzustellen und gleichzeitig die Anzeigen für Produkte mit höheren Margen zu bewerben. 

 

Schritte, um mit dem Verkauf bei Google Shopping zu beginnen

  1. Erstelle ein Google Merchant Center Konto
  2. Besorge dir hervorragende Produktbilder
  3. Sammeln und Einrichten deines Produkt-Feeds
  4. Verlinke dein Google AdWords Konto
  5. Erstelle eine Google Shopping Kampagne
  6. Setze Gebote auf deine Google Shopping Kampagne
  7. Ermittle deine Zielgruppe und Plane deine Shopping-Kampagne
  8. Erstelle deine Anzeigengruppen

1. Erstelle ein Google Merchant Center Konto

Zuallererst brauchst du ein Google Merchant Center Konto, um Produkte bei Google Shopping anzeigen zu lassen. Dies ist das Verwaltungszentrum, wo du deine Produkte, Produktinformationen und Google Shopping Kampagnen verwaltest.

2. Besorge dir hervorragende Produktbilder

Google Shopping holt sich Bilder aus deinem Online-Shop und deshalb ist es wichtiger denn je, sicherzustellen, dass die Produktbilder auf deiner Website für die Darstellung bereit sind. 

Google Shopping ist, wie viele andere Online-Shop Plattformen, eine primär visuelle Erfahrung. Bilder tragen wesentlich dazu bei, dass Menschen Produkte anklicken und anschließend kaufen. Google ist sich dessen bewusst und wird, um sicherzustellen, dass die Käufer die beste Erfahrung auf ihrer Plattform machen, Google Shopping-Kampagnen ablehnen, wenn die Bilder von zu geringer Qualität sind. 

Daher solltest du im besten Fall die Bild-Richtlinien von Google befolgen:

  • Nutze eine klare, ausgeglichene Beleuchtung
  • Sorge für einen hellen Hintergrund, wie zum Beispiel weiß oder grau
  • Stelle visuell klar, welches Produkt du verkaufst
  • Zeige Bilder in der richtigen Größe (nicht zu klein, nicht zu groß)
  • Vermeide Verpixelung, Verblassen oder Unschärfe 

Diese Best-Practices gelten für den Online-Handel im Allgemeinen, aber das Fotografieren großartiger Produkte für deinen Online-Shop muss hier nicht aufhören. In unserem Beitrag zu e-Commerce Produktfotografie zeigen wir günstige und zugängliche Wege auf, wie du deine Produktbilder verbessern kannst.

3. Sammeln und Einrichten deines Produkt-Feeds

Neben guten Produktbildern brauchst du auch Daten für deinen Produkt-Feed. Dein Produkt-Feed liefert Google Informationen über deine Produkte, von dem Titel und der Beschreibung bis zum Preis und der Verfügbarkeit.

Diese Informationen sind wichtig. Damit kann Google deine Produkte anzeigen, wenn Menschen nach etwas ähnlichem suchen. Das Ziel ist es, Produkte anzuzeigen, die den Interessen des Suchenden entsprechen.

Um deinen Produkt-Feed einzurichten, begebe dich in dein Google Merchant Center Konto, klicke auf Produkte > Feeds und klicke anschließend auf das blaue “+”-Symbol.

Die erste Information, nach der du gefragt wirst, ist dein Land und deine Sprache. Dies bestimmt, wer deine Produkte sehen wird.

Anschließend gibst du deinem Produkt-Feed einen Namen und wählst aus, wie du deine Produktinformationen eingeben möchtest: Indem du Google Sheets, eine geplante Abrufung oder die Content-API nutzt.

Falls du Google Sheets auswählst, kannst du deine eigene Tabelle hochladen oder die Vorlage des Google Merchant Centers nutzen. Diese Option erlaubt es dir, einen Upload-Plan für Bestandsaktualisierungen festzulegen.

Die Tabelle, die du hochlädst, hilft Google dabei, deine Produkte zu indizieren und anzuzeigen. Daher ist es wichtig, dass sie die Informationen enthält, die für die Erstellung von Google Shopping Anzeigen benötigt werden.

  • ID: Der einzigartige Identifikator deines Produkts. Falls möglich, kannst du hier die SKU-Nummer benutzen.
  • Titel: Der Titel deines Produkts sollte identisch mit dem Produkttitel auf deiner Website sein. Du kannst deinen Titel auch weiter spezifizieren, indem du Elemente hinzufügst, nach denen Nutzer suchen könnten, wie zum Beispiel die Farbe oder Größe.
  • Beschreibung: Beschreibe dein Produkt. Verwende nur eine Beschreibung über das Produkt und stelle sicher, dass sie mit der Beschreibung auf deiner Website übereinstimmt.
  • Link: Die URL des Produkts auf deiner Website.
  • Image_link: Die URL deines Haupt-Produktbildes. 
  • Verfügbarkeit: Die Verfügbarkeit deines Produkts (auf Lager, nicht auf Lager). Dies sollte identisch mit der Verfügbarkeit des Produkts auf deiner Website sein.
  • Preis: Der Preis deines Produkts in der Währung des Landes, wo du das Produkt verkaufst.
  • Google_product_category: Dies ist die von Google vordefinierte Produktkategorie. Weise dein Produkt der relevantesten Kategorie zu.
  • Marke: Die Marke deines Produkts.

Das sind jedoch nicht alle Daten, die du benötigst. Eine vollständige Liste kannst du hier einsehen.

4. Verlinke dein Google AdWords Konto

Wenn du über die Google-Suche nach einem Produkt suchst, sind die Ergebnisse am Anfang der Seite tatsächlich bezahlte Anzeigen (dies wird durch den Sponsored-Tag signalisiert)

Um auch deine Anzeige am Anfang anzeigen zu lassen, musst du dein Google Merchant Center Konto mit deinem AdWords Konto verknüpfen.

Wenn du nicht für deine Produktanzeigen zahlen möchtest, musst du es nicht, doch bezahlte Anzeigen erhöhen die Sichtbarkeit für Kunden, die ein solches Produkt kaufen möchten.

5. Erstelle eine Google-Shopping Kampagne

Nachdem du dein AdWords Konto verknüpft hast, kannst du damit beginnen, eine Google Shopping Kampagne aufzusetzen und deine Produkte zu bewerben.

Über dein Google Merchant Center Konto kannst du einfach auf Shopping Kampagne erstellen klicken, deiner Kampagne einen Namen geben, das Zielland auswählen und ein Budget festlegen. Nachdem du auf Erstellen klickst, erscheint ein Fenster, worüber du durch AdWords deine Kampagne verwalten kannst.

Immer wenn du eine AdWords Kampagne erstellst, musst du das richtige Kampagnenziel auswählen. Du hast die Wahl zwischen Verkäufe, Leads oder Website Traffic. Google benutzt Kampagnenziele, um deine Kampagne auf dessen Ziel zuzuschneiden. Daher ist es wichtig, dass du das richtige Ziel festlegst.

  • Verkaufskampagnen: Dazu gedacht, mehr Verkäufe zu erzielen.
  • Leads-Kampagnen: Dazu gedacht, Leads von Interessenten zu erhalten, um eine bestimmte Aktion auszuführen.
  • Website Traffic-Kampagnen: Dazu gedacht, Menschen zu deine Website zu führen, die daran interessiert sind, was du auf deiner Website verkaufst.

Sobald du dein Kampagnenziel festgelegt hast, musst du den Kampagnentyp auf Shopping stellen. Stelle sicher, dass dein Google Merchant Center Konto angezeigt wird und das Zielland korrekt ist.

6. Setze Gebote auf deine Google Shopping Kampagne

Wenn du fortfährst, zeigt dir das nächste Fenster die Kampagneneinstellungen. Hier gibst du den Kampagnennamen ein, wählst deine Gebotsstrategie aus und legst dein Budget fest.

Gebote signalisieren Google, wie viel du bereit bist für eine Konversion oder cost per action (CPA) auszugeben.

Hier musst du auch dein Budget festlegen, welcher der Betrag ist, den du im durchschnitt täglich für die Kampagne ausgeben möchtest. Sei jedoch gewarnt: Der Betrag wird nicht täglich limitiert. Vielmehr verwaltet Google dein Budget nach einer monatlichen Kadenz. Pro Monat wirst du nie mehr ausgeben als dein Tagesbudget multipliziert mit der Anzahl der Tage in jedem Monat.

Hier kannst du auch die Methode auswählen, wie dein Budget ausgegeben wird: Standard sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Budgets über einen bestimmten Zeitraum, während die Option beschleunigt das Budget schneller ausgibt.

Für mehr Informationen über Gebote und Budgets, lies diese Seite aus Google’s Hilfezentrum.

7. Ermittle deine Zielgruppe und Plane deine Shopping-Kampagne

Der letzte Schritt beim Einrichten deiner Google Shopping Kampagne ist die Wahl deiner Zielgruppe und des Zeitplans. In diesem Schritt bestimmst du, wer Anzeigen für deine Produkte sieht und wann sie gesehen werden.

Unter Standorte, wähle die Standorte, an die du liefern kannst. Stelle sicher, dass du auf jeden fall in die Regionen liefern kannst, die du auswählst. 

Als nächstes legst du das Start- und Enddatum deiner Kampagne fest. Dies ist der Zeitraum, in welchem deine Anzeigen von Menschen gesehen werden, die nach diesem oder einem ähnlichen Produkt suchen.

8. Erstelle deine Anzeigengruppen

Nachdem du die Einstellungen für die Kampagne abgeschlossen hast, ist es an der Zeit, Anzeigengruppen zu erstellen.

Du hast die Wahl zwischen 2 Anzeigengruppen: Anzeigen für Produktverkäufe und Schaufenster-Anzeigen. Während sich Anzeigen für Produktverkäufe hervorragend dafür eignen, einzelne Produkte zu bewerben, können Schaufenster-Anzeigen mehrere Produkte beinhalten.

Sobald du deine Anzeigengruppe ausgewählt hast und auf speichern klickst, ist deine Google Shopping Kampagne fertig und deine Produkte werden bei Google Shopping angezeigt. 

 

Die Vorteile von Google Shopping

Die größten Vorteile von Google Shopping können in 3 Komponenten eingeteilt werden:

  1. Einfach zu benutzen
  2. Generiert mehr Verkäufe
  3. Ermöglicht ein schnelles Messen der Effektivität der Kampagne

1. Einfach zu benutzen

Einer der Vorteile von Google Shopping ist, dass es einfach einzurichten ist und dass das Hilfezentrum von Google äußerst informativ ist. Wenn du über die erforderlichen Produktdaten verfügst und eine Vorstellung davon hast, wo du verkaufen möchtest und wie viel du auszugeben bereit bist, kannst du innerhalb weniger Stunden eine Google Shopping-Kampagne einrichten. 

2. Generiert mehr Verkäufe

Google Shopping Anzeigen sind eine weitere Möglichkeit dafür, deine Kunden zu erreichen und an sie zu verkaufen. Wir empfehlen die Erkundung alternativer Vertriebskanäle, wie Google Shopping, um deine Online- und Instore-Verkäufe zu unterstützen. 

3. Ermöglicht ein schnelles Messen der Effektivität der Kampagne

Die Einblicke, die du in die Effektivität deiner Kampagne erhältst, sind erstaunlich. Händler erhalten ein klares Verständnis darüber, ob die Anzeigen das Ziel der Kampagne erfüllen, egal ob es Verkäufe, Leads oder Traffic ist. 

 

Jetzt bist du dran

Google Shopping ist einer hervorragende Möglichkeit, einen neuen Vertriebskanal zu entdecken. Wenn du noch mehr Produkte über Google Shopping anbieten möchtest, solltest du in Erwägung ziehen, Kampagnen zu starten, damit diese von Personen gesehen werden, die diese Produkte kaufen möchten. 

Für Händler ist es wichtiger denn je, alternative Vertriebskanäle zu entdecken und Einkommen über verschiedene Wege zu generieren. Auf diese Weise hast du immer noch praktikable Möglichkeiten, Einnahmen zu erzielen, sollten andere Vertriebskanäle beeinträchtigt sein.

Viel Spaß beim Verkaufen!

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