COVID-19 für Restaurants: Wie du auf einen Lieferdienst umsteigst

COVID-19 für Restaurants: Wie du auf einen Lieferdienst umsteigst

Während Regierungen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 ergreifen, stehen viele Gastronomen vor einer neuen Realität: Wenn die Kunden nicht zu dir kommen können, musst du zu ihnen gehen.

Restauranteigentümer und -Betreiber haben nur wenige Optionen, während dieser Periode erhöhter Unsicherheit voranzukommen. Einige Betriebe haben die Sitzkapazität im Restaurant um die Hälfte reduziert, um die soziale Distanz zwischen Kunden aufrechtzuerhalten. 

Obwohl du die Kontrolle über die Sauberkeit, Lebensmittelsicherheitsprotokolle und dein Personal hast, kannst du nicht das Verhalten deiner Gäste kontrollieren. Die Gefahr einer Kontaminierung ist nach wie vor ein sehr realistisches Risiko. 

Anstatt zu hoffen, 50% weniger Gäste zu begrüßen als gewohnt und zu riskieren, dass sie oder dein Personal sich mit dem Virus anstecken, ist es sicherer, dein Restaurant für die Öffentlichkeit zu schließen und deine Küche in eine sichere, desinfizierte “Dark-kitchen” (auch bekannt als Virtual-Kitchen oder Ghost-Kitchen) zu verwandeln. 

Natürlich kann es für viele Restaurants, die aktuell noch keinen Lieferdienst anbieten, eine Herausforderung sein, einen einen solchen aufzubauen. Jedoch ist es in dieser neuen und unsicheren Umgebung der einzige Weg, ein umsichtiger und verantwortungsbewusster Gastronom zu sein. Restaurants, die erfolgreich auf ein Geschäftsmodell der kontaktlosen Lieferung setzen, sind besser in der Lage, die Bedürfnisse ihrer Gemeinden und Kunden zu unterstützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass ihr Geschäft am Laufen bleibt. 

Da sie die entscheidende Rolle verstehen, die sie für Restaurants spielen, haben Drittanbieter von Zustelldiensten Programme als Reaktion auf COVID-19 gestartet: 

 

UberEats

UberEats verzichtet auf Liefergebühren und führt “Leave at Door”-Lieferungen ein, um Selbstisolierungsmaßnahmen zu unterstützen.

Lies hier mehr über die Reaktion von UberEats auf COVID-19.

Lieferando

Lieferando, genau wie UberEats, bietet eine kontaktlose Lieferung für Personen in Quarantäne an. Das Lieferpersonal wird mit Hygieneausrüstung ausgestattet und es wird nur eine kontaktlose Bezahlung gestattet, um physischen Kontakt zu vermeiden.

Lies hier mehr über Lieferandos Reaktion auf COVID-19

Lightspeeds Hingabe für Restaurants in Krisenzeiten

Es liegt in unserer Verantwortung, dir dabei zu helfen, diesen Sturm zu überstehen und nach der Pandemie weiterhin erfolgreich zu sein. Die Vorbereitung der Lieferung und die Automatisierung deiner Online-Bestellungen werden dir helfen, einen gesunden Geldfluss aufrechtzuerhalten, bis diese Zeit der Unsicherheit vorbei ist.

Lies hier mehr über Lightspeeds Maßnahmen gegen COVID-19.

Beruhige deine Zustellkunden 

Kunden wissen, dass nach wie vor das Risiko besteht, sich mit COVID-19 anzustecken oder es durch eine Lieferbestellung auszubreiten, doch du kannst deine Kunden beruhigen, indem du deine Sicherheits- und Desinfektionsmaßnahmen klar an deine Kunden kommunizierst. Hier sind einige Dinge, die du tun kannst, um sicherzustellen, dass sich deine Kunden sicher fühlen und dir vertrauen, während sie sich in Selbstisolation befinden. 

  1. Nutze deine Website und Social Media-Konten 
  2. Starte standortbezogene Anzeigen
  3. Kommuniziere deine Lieferdienst-, Zubereitungs- und Desinfektions-Prozesse
  4. Führe lieferungssichere Menüpunkte ein 
  5. Füge der Bestellung eine Danksagung zu
  6. Biete Rabattcodes an

1. Nutze deine Website und Social Media-Konten 

Wie noch nie zuvor werden Kunden jetzt online unterwegs sein. Nutze deine Website und Social-Media-Konto, um anzukündigen, dass du nun einen Lieferdienst anbietest und um die Sicherheits- und Desinfektions-Maßnahmen bei der Zubereitung von Gerichten zu kommunizieren.

Kunden schätzen Transparenz. Scheue dich nicht davor, Instagram-Beiträge und Facebook-Videos zu veröffentlichen und den Kommunikationskanal zwischen dir und deinen Kunden offen zu halten.

2. Starte standortbezogene Anzeigen

Falls es je einen richtigen Zeitpunkt gegeben hat, standortbezogene Anzeigen auf Facebook und Google zu schalten, ist er jetzt gekommen.

Zunächst solltest du deinen Lieferradius mit deiner Drittanbieter Plattform ermitteln. Laut UberEats basiert der Lieferradius auf einigen Faktoren, die in Relation zu dem Standort deines Restaurants gesetzt werden, wie zum Beispiel die Distanz und Zubereitungszeit.

Dies sagt dir genau, wo sich deine Konsumenten befinden.

Als nächstes solltest du einige Anzeigen entwerfen, die den Anzeigenrichtlinien von Facebook entsprechen. Kommuniziere, was du anbietest und dass du die Sicherheitsbestimmungen ernst nimmst.

Erstelle schließlich eine Anzeige im Anzeigenerstellungstool von Facebook und wähle Local Awareness. Gebe deine Unternehmensadresse und den Werberadius ein (welcher dem Lieferradius des Drittanbieters entsprechen sollte, mit dem du zusammenarbeitest).

3. Kommuniziere deine Lieferdienst-, Zubereitungs- und Desinfektions-Prozesse

Verständlicherweise sind Kunden zunehmend besorgt über Sauberkeit und schätzen komplette Transparenz.

Nutze deine Website und Social-Media Konten, um über die von dir angewandten Verfahren zur Übergabe der Lieferung zu sprechen (ab sofort beauftragen die meisten Zustelldienste von Drittanbietern Kuriere, die Lieferungen an der Tür zu lassen und niemals in physischen Kontakt mit dem Kunden zu kommen). 

Ähnlich solltest du deine Maßnahmen zur Vermeidung einer Kontaminierung während der Zubereitung veröffentlichen. Von der Verpackung bis hin zur Art und Weise, wie du die Nahrungsmittellieferungen von den Verkäufern erhältst, zeigst du den Kunden, dass du Hygiene bei jedem Schritt ernst nimmst. 

4. Führe lieferungssichere Menüpunkte ein 

Nicht alle Gerichte einer Speisekarte eignen sich für eine Lieferung. Erwäge es, eine Lieferspeisekarte einzuführen, die nur Gerichte aufweist, die sich für eine Lieferung eignen, eingefroren und wieder aufgetaut werden können, ohne der Qualität zu schaden.

Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder gefrorene Speisen. Wenn es sich mit der Art deines Restaurants verträgt und die Bedürfnisse deiner Kunden erfüllt, kann es sich lohnen, solche Gerichte zu servieren. Was ist der beste Weg dies herauszufinden? Nutze Fragen-Sticker auf Instagram, um deine Follower zu fragen, welche Gerichte sie gerne auf der Speisekarte vorfinden würden.

5. Füge der Bestellung eine Danksagung zu

Füge jeder deiner Lieferbestellungen eine Danksagung zu, die nochmals deine Sicherheitsmaßnahmen auflistet, die du ergriffen hast, um die Sicherheit deines Kunden zu gewährleisten. Danke ihnen dafür, dass sie dir vertrauen und unterstreiche nochmals, dass sie dir stets vertrauen können, dass du sichere Gerichte mit hoher Qualität anbietest – jetzt und nach der Pandemie. 

6. Biete Rabattcodes an

Es ist beunruhigend, aber die Wahrheit ist, dass im Moment niemand weiß, wie lange die Selbstisolierung noch andauern wird. Kunden müssen eventuell routiniert Essen bestellen und einen Lieferaufschlag zahlen. In Zeiten wirtschaftlicher und finanzieller Ungewissheit zählt jede Schweizer Franke.

Erwäge es, deinen Kunden Rabattcodes anzubieten, die für die nächste Lieferbestellung gültig sind. Wenn dein Essen ins Schwarze trifft und deine Kunden auf dein Engagement für Desinfektion und Lebensmittelsicherheitsprotokolle und -verfahren vertrauen, könnten sie auch bei ihren nächsten Mahlzeiten auf dich zählen. 

Du möchtest auf Zustelldienste von Drittanbietern verzichten? 

Viele Gastronomen sind vorsichtig mit Zustelldiensten von Drittanbietern, da sich die Provision auf bis zu 30% belaufen kann, was ernste Auswirkungen auf die Gewinnspanne haben könnte.

Falls du dieser Kategorie angehörst, solltest du vielleicht nach Lösungen suchen, die dir die Kontrolle über den Lieferprozess gibt: von der Zubereitung bis zur Lieferung. 

Falls du dich dazu entscheidest, den Lieferdienst in die eigene Hand zu nehmen, gibt es einige Dinge, die du im Hinterkopf behalten solltest:

  1. Mache detaillierte Angaben zu deinem Abhol- und Lieferverfahren
  2. Sei transparent mit deiner Preisstruktur

1. Mache detaillierte Angaben zu deinem Abhol- und Lieferverfahren

Informiere klar und deutlich über die Sicherheitsvorkehrungen, die deine Lieferkuriere treffen, um eine Kontamination zu verhindern. Bevor der Kunde eine Bestellung bei dir aufgibt, wird er wissen wollen, dass du die erforderlichen Maßnahmen zur Gewährleistung seiner Sicherheit getroffen hast. Versichere ihm, dass Köche und Fahrer Handschuhe tragen und dass die Lebensmittel, die Oberflächen, auf denen die Lebensmittel zubereitet werden, und die Lieferverpackungen ordnungsgemäß gereinigt wurden. 

Mache auch die kontaktlose Lieferung (d.h., lasse ihr Essen an der Tür stehen und benachrichtige deine Kunden, wenn das Essen geliefert wird) zu einer Anforderung und kommuniziere dies mit den Kunden. Im Moment ist das für alle die sicherste Methode.  

 

2. Sei transparent mit deiner Preisstruktur

Die eigene Lieferung ist mit einzigartigen Personal- und Transportkosten verbunden. Zwischen Personal-, Gas- und entweder einer kommerziellen Autoversicherung oder einer Warentransportversicherung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Erfüllung von Lieferaufträgen mehr kostet als eine normale Bestellung im Restaurant. 

Aus diesem Grund musst du die Preisstruktur deiner Lieferspeisekarte anpassen, um diese Kosten zu decken. Addiere die Kosten deiner verkauften Waren, Arbeits- und Gemeinkosten und setze dementsprechend die Preise deiner Menüpunkte fest, sodass du mit jedem Verkauf noch einen Gewinn erzielst.

Die Kunden sind es gewohnt, für den Lieferdienst einen Aufschlag zu zahlen. In dieser einzigartigen Situation wollen die Menschen ihre lokalen unabhängigen Unternehmen unterstützen. Sei transparent mit ihnen, sage ihnen, warum die Menüpreise gestiegen sind, und bitte um ihre Unterstützung. 

 

Ein Lieferdienst könnte dein Restaurant retten

Wie noch nie zuvor brauchen Kunden Organisationen, um ihre physischen und emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen. Die gute Nachricht ist, dass Restaurants sich in der Position befinden, beides zu tun.

Obwohl immer noch Risiken bei der Essenslieferung bestehen, hast du mehr Kontrolle über deine Umgebung als wenn du weiterhin Gäste in deinem Betrieb begrüßen würdest. Indem du strenge Zubereitungs- und Hygieneprotokolle implementierst und die von dir ergriffenen Maßnahmen deutlich kommunizierst, bietest du deinen Kunden einen Dienst, den sie brauchen, während du dein Unternehmen unterhältst. 

Wir raten dir dringend, deine Gäste und Mitarbeiter vor einer Kontaminierung zu schützen und die Ladenfläche deines Restaurants zu schließen. Wenn du vom Tischservice in eine “Ghost-kitchen” wechselst, kannst du die Kontaminierung besser kontrollieren und verhindern, während du weiterhin den Menschen in deiner Gemeinde dienst. 

Wir sind alle betroffen. Lass’ uns die angemessenen Maßnahmen treffen, um die Kurve verflachen zu lassen.

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