Vier Tipps um die Zahl der Retouren zu senken

Steigende Umsätze bedeuten für die meisten Onlinehändler leider auch steigende Retouren. Um

die Zahl der zurückgesandten Waren möglichst niedrig zu halten, genügen oft schon einige

Verbesserungen auf den Produktseiten. Lesen Sie hier vier nützliche Tipps, mit denen Sie Ihren

Umsatz steigern und gleichzeitig die Zahl der Retouren senken!

Für Sie als Onlineshop-Inhaber ist es wichtig, den Kunden die Produkte schon vor dem Kauf

möglichst detailliert zu beschreiben. Eine Studie hat gezeigt, dass der

größte Teil der Retouren dadurch entsteht, dass Kunden das Produkt falsch eingeschätzt haben und

zum Beispiel ein Kleidungsstück in der falschen Größe bestellt haben. Mit diesen Tipps verbessern

und optimieren Sie die Beschreibung der Produkte, die Besucher in Ihrem Onlineshop betrachten.

Achten Sie auf gute Produktbilder

Sinn und Zweck der Produktbilder ist es, die Kunden zum Kauf anzuregen. Sie sind das erste, was

dem Kunden auf der Seite ins Auge fällt und meist auch die Basis für eine Kaufentscheidung, da sie

für ihn der wichtigste Aspekt der Seite sind.

Zeigen Sie jedes Produkt am besten auf mehreren Bildern. So können die Besucher den Artikel aus

verschiedenen Perspektiven betrachten und sich ein vollständigeres Bild von ihm machen. Dabei

sollten Sie natürlich auf die Qualität achten: Sind die Bilder qualitativ schlecht oder geben den Artikel

nicht richtig wieder, werden viele Kunden enttäuscht sein und das bestellte Produkt zurücksenden.

Schließlich entspricht die erhaltene Ware nicht dem Bild, das sie sich beim Betrachten online

gemacht haben.

Fertigen Sie qualitativ hochwertige ehrliche Bilder an, die Ihre Artikel (mit ihren korrekten Maßen)

gut darstellen. Verkaufen Sie zum Beispiel Kleidung, sollten Sie Models finden, die Ihre

Kleidungsstücke bei einer Foto-Session tragen. Dabei ist es sinnvoll, mehrere verschiedene Größen zu

fotografieren. Die dabei entstehenden Kosten sparen Sie wieder ein, wenn weniger Kunden ihre

bestellte Ware zurückschicken. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Ihnen gute Produktbilder

gelingen.

Präsentieren Sie Ihre Ware in Videos

Ein Produktfoto zeigt dem Betrachter zwar ganz gut das Aussehen eines Artikels, doch ein Video

zeigt ihm zusätzlich die Funktionen und den richtigen Umgang mit dem Produkt. Dadurch ist ein

Video interaktiver und weit informativer als eine normale Produktbeschreibung. Durch das Video

erhält der Kunde einen umfassenden korrekten Eindruck Ihres Produktes, so dass es seltener zu

Rücksendungen kommt.

Videos können Sie übrigens auch ganz hervorragend verlinken (so wie z.B. Coolblue es tut).

Erstellen Sie ein Video mit einer Produktbesprechung, die Sie zunächst auf Ihrem Blog veröffentlichen

und verlinken Sie daraus zur Produktseite um den Artikel zu verkaufen.

Für Videos gelten die gleichen Regeln wie für Produktbilder: Sie müssen von hoher Qualität sein

und das Produkt wahrheitsgemäß beschreiben. Wenn Sie selbst nicht über das Equipment oder die

finanziellen Mittel verfügen um hochwertige Produktvideos aufzunehmen, können Sie Videos aus

anderen Quellen einbetten, zum Beispiel von YouTube.

Gutes Videomarketing ist Gold wert, auch für Ihren Onlineshop.

Produktbeschreibungen optimieren

Dieser Punkt ist zwar für alle Produktkategorien wichtig, jedoch ganz besonders für die

Modebranche, in der es ohnehin die meisten Retouren gibt. Hier ist es wichtig, die konkreten Maße

des Kleidungsstückes zu nennen, auf bestimmte Details hinzuweisen (“Dieses T-Shirt fällt etwas

kleiner aus als normal”) und dies mit guten Produktbildern und -videos zu untermauern. So können

sich die Kunden vor dem Kauf schon ein umfassendes Bild von diesem Produkt machen.

Diese Punkte sollten in jeder Produktbeschreibung stehen:

    • Produktdaten, die technischen Daten des Artikels säuberlich aufgelistet.
    • Die wichtigsten Vor- und Nachteile des Produktes, indem Sie auch negative Aspekte des Artikels erwähnen, wirken Sie auf Ihre Kunden weit vertrauenswürdiger, so dass die Produktbeschreibung ernster genommen wird. Letztendlich ist es auch für Sie besser, Ihre Kunden ehrlich zu informieren, als Retouren oder unzufriedene Kunden zu riskieren.
    • Eine detaillierte Beschreibung des Artikels. Schildern Sie das Produkt in all seinen Details und machen Sie klar, warum dieses Produkt einzigartig ist. Erstellen Sie hier unbedingt eigenen originalen Content um Ihr Suchmaschinen-Marketing zu verbessern.

4. Nutzen Sie Produktbewertungen

Geben Sie Ihren Kunden die Gelegenheit, Erfahrungen mit Ihren Produkten auszutauschen. Die

Bewertungen anderer Käufer sind für Ihre Kunden die zuverlässigste Informationsquelle – nicht nur

für bestimmte Artikel, sondern für Ihren Onlineshop insgesamt. Vermutlich werden die Käufer in

ihren Bewertungen und Berichten wichtige Zusatzinformationen über die jeweiligen Produkte

erwähnen, die Sie dann wiederum in die offiziellen Produktbeschreibungen mit einfließen lassen

können.

Mit Hilfe der Produktbewertungen sammeln Sie wichtige Informationen über die Erfahrungen, die

Ihre Kunden mit den Produkten gemacht haben. Dies ist für Sie wichtig, wenn Ihnen die Zeit fehlt,

jedes einzelne neue Produkt selbst zu testen. Das Feedback Ihrer Kunden ist vergleichbar mit dem

Feedback, das sogenannte Fokusgruppen in Marktforschungsinstituten liefern, doch Sie bezahlen

keinen Cent dafür und es erleichtert zukünftigen Käufern die Auswahl. Sie vermeiden Unklarheiten

und somit auch Retouren. Um Kundenbewertungen in Ihrem Onlineshop zu implementieren, können

Sie zum Beispiel die App von Yotpo benutzen.

Fazit

Eine Warenrücksendung sollte nicht nur als lästiges Ärgernis gesehen werden, sondern als direkter

Kundenkontakt, auf den Sie als Onlineshop-Inhaber reagieren sollten indem Sie die hier genannten

vier Tipps beherzigen. Erhalten sie nur wenige Warenrücksendungen, bedeutet dies, dass Ihr

Onlineshop die Erwartungen der Kunden erfüllt und sie zufrieden sind. Dies ist letztendlich das

Allerwichtigste!