Google Penguin 2.0 update summer 2013

Google arbeitet ständig daran, die Suchmaschinen-Algorithmen zu verbessern, aber ab und zu gibt es ein großes Update, das für entsprechende Aufmerksamkeit sorgt. Vor zwei Tage kündigte Matt Cutts von Google an, dass im Sommer einige große Veränderungen ins Haus stehen, von denen Google Penguin 2.0 die Wichtigste ist. Wir werden die Folgen in diesem Artikel erläutern.

Frühere Updates: Google Panda und Google Penguin

Die wichtigsten Updates der letzten Zeit waren Google Panda und Google Penguin. Diese wurden entwickelt um zu verhindern, dass unbedeutende Websites und Onlineshops auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt werden.

Google Panda

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Die erste große Aufräumaktion fand im Frühling 2011 statt und nannte sich Google Panda. Der bis dahin existierte Algorithmus wurde erweitert und damit die Suche verbessert, so dass hochwertige Websites und Onlineshops auf der erste Seite der Suchergebnisse angezeigt wurden. Google Panda zielte vor allem darauf ab, sogenannte Linkfarmen auszuschließen – Websites ohne sinnvollen Content oder mit doppeltem Content, der häufig nur aus Links besteht oder dessen einziger Sinn es ist, Menschen auf unterschiedliche Websites zu locken. Nach Ansicht von Google war der Content von schlechter Qualität. Diese Seiten lassen sich folgendermaßen identifizieren:

  • Texte von schlechter Qualität. Eine hohe Absprungrate bedeutet, dass die Texte nicht sehr nützlich sind.
  • Kopierte Texte: Google mag es gar nicht, wenn Texte anderer Websites kopiert werden.
  • Besucher bleiben nicht lange auf der Seite
  • Auf der Seite gibt es viel Werbung.

Google Penguin 1.0

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Google Penguin zielte darauf ab, Web Spam anzugreifen, indem optimierte Websites aus den Suchergebnissen geworfen wurden. Dies gelang mit Hilfe zweiter Faktoren: Keyword Spamming und Link Spamming. Beim sogenannten Keyword Spamming wird eine ganze Seite um ein einziges Keyword herum verfasst. Beim Link Spamming werden Links, die aus einem einzigen Keyword bestehen, auf einer externen Seite platziert. Wenn Sie zum Beispiel einen Onlineshop besitzen, der Kleidung verkauft, sollten Sie nicht allen Links den gleichen Namen wie z.B. “Modeshop” geben, sondern lieber unterschiedliche Begriffe wie “Modeshop für Damen”, “Modeshop für Herren”, “Modeshop für Plus-Sizes”, usw. – so wird das Keyword “Modeshop” zwar immer erwähnt, doch in Verbindung mit unterschiedlichen Begriffen.

So werden Sie kein Opfer von Panda und Penguin:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Links natürlich wirken. Haben Sie Links in großen Paketen gekauft oder gibt es automatisierte Links? Löschen Sie sie. Auf Links, die nicht 100% verlässlich sind, sollte verzichtet werden.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Seiten nicht mit Keywords überfrachtet werden. Entfernen Sie dort, wo sie nicht wirklich notwendig sind und überarbeiten Sie Ihre Texte so, dass die Keywords auf natürliche und logische Weise in den Text eingebettet werden. Alle Texte müssen leicht zu lesen sein.
  • Konzentrieren Sie sich auf hochwertigen, relevanten Content. Solange die Website qualitativ guten Content enthält, wird Google Sie belohnen.
  • Alle Links müssen natürlich und relevant sein. Schauen Sie sich die Links auf Ihrer Website an und überlegen Sie, ob sie den Besuchen einen echten Mehrwert bieten.
  • Denken Sie darüber nach, welche Art von Websites zu Ihrem Onlineshop verlinken sollen. Es ist wesentlich besser Links auf Websites zu haben, deren Content mit Ihrem Warenangebot zusammen hängt, als auf Websites voller wahllos zusammen gewürfeltem Content und Anzeigen.

Google Penguin 2.0

Jetzt wo Sie etwas mehr über die letzten Google Updates wissen, ist es leichter, die neuesten Updates zu verstehen. In diesem Video erklärt Matt Cutts, was zu erwarten ist. Eine kurze Zusammenfassung:

Das wichtigste Update ist ganz sicher Google Penguin 2.0. Bieten Sie auf Ihrer Seite qualitativ hochwertige Informationen, bekommen Sie viele Shares per Social Media, viele Bookmarks und viele Besucher, die öfter auch Ihre Seite kommen? Dann brauchen Sie sich keine Sorgen machen.

Spamming, Link Spamming und Anzeigenseiten ärgern Google noch immer. Laut Cutts hat Google neue Wege gefunden um Anzeigenzeigen und bezahlte Links zu identifizieren. Wie sie das genau anstellen, verrät er jedoch nicht.

Wie sie Spammer und Link Spammer bestrafen, ist ebenfalls noch nicht deutlich, aber es scheint, dass Spamming in Zukunft weniger Wirkung haben wird. Es scheint so, als würde sich Google vor allem auf “Black Hat SEO” konzentrieren.

Was muss ich tun?

So wie es jetzt aussieht, müssen Sie gar nicht viel tun, wenn Sie alle Regeln beachtet haben. So lange Sie keine “Black Hat SEO” benutzen, keine Links zu Ihrem Webshops auf fragwürdigen Seiten zu finden sind und in Ihrem Shop und Blog relevante lesenswerte Informationen stehen, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Sie werden sogar von den Updates profitieren. Wenn Sie zum Beispiel einen eigenen Blog betreiben, können Sie nun mit nützlichen Informationen und ausführlichem Content eine Menge mehr Besucher auf Ihre Website oder in Ihren Onlineshop locken. Viel Glück!