Google Analytics für fortgeschrittene Anfänger

Nachdem wir letzte Woche erstmals über Google Analytics geschrieben haben, wollen wir das Thema in dieser Woche fortsetzen. Sie sind nun mit den Grundzügen von Analytics vertraut, haben den Code implementiert und zählen Ihre Besucher: Sie haben die Lage im Griff. Doch insbesondere für Onlineshops hat Analytics noch eine ganze Menge mehr zu bieten: Heute schauen wir uns an, wie die Option “Ziele” genutzt werden kann

Eine Zusammenfassung aller Statistiken ist ein guter Anfang. Danach befassen wir uns mit dem, worauf es bei einem Onlineshop wirklich ankommt: Conversions. Damit sind die tatsächlichen Bestellungen gemeint, die im Onlineshop generiert werden. Analytics ist ein nützliches Tool um die Zahl der erfolgreichen Conversions zu messen und zu sehen, wo sie herkamen.

Welche Ziele?

Wie schon gesagt sind Online-Bestellungen, Conversions, das Maß aller Dinge.Daneben kann Analytics aber auch noch viele andere Conversions messen, die für einen Onlineshop von Interesse sind.

  • Contact:: Wenn jemand Kontakt zu Ihnen aufnimmt, dann meistens weil er Fragen zu einem Produkt hat. Ist einmal ein direkter Kontakt hergestellt, ist es leichter, dem Kunden das Produkt zu verkaufen: Das Ausfüllen eines Kontaktformulars gilt daher schon als erfolgreiche Conversion.
  • E-Mail: Verschicken Sie E-Mail-Newsletter? Potenzielle Kunden, die Ihren Newsletter abonnieren, können ebenfalls schon eine Conversion sein.
  • Social Media:Ein neuer Follower bei Twitter oder neue Likes bei Facebook erweitern Ihren Kundenkreis
  • etc.:Alles, was zu besseren Ergebnissen beiträgt, kann als Conversion betrachtet werden: Finden Sie heraus, was Ihnen dabei hilfreich sein kann.

Ziele setzen

Im nächsten Schritt müssen Sie sich einige Ziele setzen. Bei Google Analytics gibt es vier verschiedene “Ziele”, die eingestellt werden können:

  • Ziel:Der Besucher soll eine bestimmte Seite erreichen, zum Beispiel die “Danke!”-Seite nach abgeschlossener Bestellung. Dies ist die am häufigsten verwendete Einstellung in Onlineshops.
  • Dauer:Der Besucher soll eine bestimmte Zeit auf der Website verbringen, die als Ziel festgelegt wird.
  • Seiten/Bildschirme: Der Besucher muss eine bestimmte Anzahl von Seiten aufrufen, ehe das Ziel als erreicht gilt.
  • Ereignis:Ein bestimmter Vorgang löst eine Reaktion im Onlineshop oder woanders aus. Ein solches Ereignis als Ziel könnte beispielsweise ein neues “Like” bei Facebook sein.

Um die Ziele einzustellen, gehen Sie zu “Verwaltung”, wählen Sie ggf. ein Profil aus (wenn Sie mehrere haben) und klicken Sie auf “Ziele”.

  • Sie werden nun die unten folgenden Schritte sehen: Als Titel des Ziels können Sie zum Beispiel “Bestellung” eingeben. Überprüfen Sie, dass das Ziel aktiviert ist und wählen Sie “Ziel” als Zieltypen.
    ga1
    Die Ziel-URL ist sehr wichtig: Hier geben Sie z.B. die “Danke!”-Seite Ihres Onlineshops ein. Dann weiß Analytics, dass die Bestellung aufgegeben und das Ziel erreicht wurde, wenn Besucher auf dieser Seite angekommen sind.

    Das Feld “Zielwerte” kann genutzt werden um den Wert der Conversions zu bestimmen. Wenn Sie hier z.B. eine 1 eingeben, bedeutet dies “1 Bestellung”. Hinweis: Wenn Sie schon e-Commerce Tracking verwenden, muss dieses Feld freigelassen werden – damit werden wir uns in einem anderen Blog-Artikel befassen.

    Ziele optimieren

    Wenn das Ziel angegeben wurde, können die Ergebnisse des Onlineshops beobachtet werden. Google Analytics liefert Ihnen jetzt nicht nur Informationen über Ihre Besucher, sondern auch über die Bestellungen, die im Onlineshop aufgegeben wurden. Im nächsten Schritt können Sie nun die Conversion-Statistiken auswerten und steigern: Liegt die Conversion-Rate sehr niedrig, zum Beispiel unter 1%, wäre es nicht schlecht, wenn Sie Ihre Produkttexte noch einmal überarbeiten, mehr Bilder hinzufügen, die Navigation vereinfachen, usw.

    E-Commerce Ziele

    Wenn Sie die “Ziele” von Google Analytics noch ausführlicher nutzen wollen, können Sie E-Commerce-Tracking verwenden. Damit können Sie detailliert sehen, was der Kunde gekauft hat und was ihn zu seiner Entscheidung geführt hat. Mehr dazu im nächsten Blog-Artikel.