Ein alter Trend neu aufgelegt: Temporäre Tattoos von Tattooception

Paul Crämer und Tobias Hönemann haben einen alten Trend wieder auferstehen lassen und generalüberholt. Die temporären Tattoos von Tattooception haben mit denen, die in den 90ern fast jeder Jugendzeitschrift beilagen, nichts mehr zu tun. Ihre Klebetattoos sind stylish, modern und das perfekte Accessoire um seine Persönlichkeit und seinen Style zu unterstreichen.

Aber wie kommt man auf die Idee, temporäre Tattoos online zu verkaufen?

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Vorraussetzung Nummer Eins: Paul und Tobias sind Vollblutonliner. Paul hat zuvor als Berater für Conversion Optimierung gearbeitet, Tobias als Account- und Campainmanager. Im Oktober 2013 hat er seine eigene Agentur boostbang gegründet. Da liegt es natürlich nahe, einen Onlineshop zu eröffnen.

Vorraussetzung Nummer Zwei: Das richtige Produkt und eine noch nicht besetzte Nische. Erst vor einigen Monaten, im April, waren Paul und Tobias im Urlaub und ihnen kam – wie so oft, wenn sich die Gedanken einmal nicht um die tägliche Arbeit drehen – eine neue Idee. Da sie beide eine große Begeisterung für Tattoos teilen aber wissen, dass nicht jeder ein permanentes Tattoo haben will oder kann, führte das Gespräch zu temporären Tattoos. Der Markt dafür ist in Deutschland, im Gegensatz zu den USA, noch kaum ausgeschöpft. Wer jetzt aber an langweilige schwarz-graue Tribal Tattos oder Herzchenmotive denkt, liegt sehr falsch.

Tattooartists als Designer der temporären Tattoos

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Paul und Tobias haben befreundete Künstler und Designer beauftragt, Tattoos zu gestalten, die sie anschließend in ihrem Shop verkaufen können. Das hilft auch beim Marketing: Hat ein Designer ein Tattoo gestaltet, teil er dies natürlich seinen Freunden und Kunden mit, die wiederum auf Tattooception aufmerksam gemacht werden. Außerdem gibt es dank verschiedener Künstler eine Vielzahl an Styles und Motive für jeden Geschmack.

Die Motive der Künstler sind alles andere als 08/15 und teilweise von „echten“ Tattooartists gestaltet. Um ihr Portfolio zu erweitern, sind Tobias und Paul ständig auf der Suche nach neuen Designern, die ihre Begeisterung für Tattoos teilen. Jeder Künstler wird an Einnahmen beteiligt, die Tattooception mt seinen Motiven erzielt. Die Motive werden exklusiv dort angeboten und es ist natürlich für jeden Künstler ein tolles Gefühl, sein Design – wenn auch nur temporär – auf der Haut eines anderen verewigt zu sehen.

Marketing und Kundenerfahrung

Um zu wissen, welche Motive und auch Marketingaktionen gut angenommen werden, ist Kundenfeedback ein wichtiger Punkt. In Zukunft sollen Kunden auch mitentscheiden können, welche Motive im Shop zu kaufen sein werden. So werden potenzielle Kunden schon am Entstehungsprozess des Tattoos beteiligt und fühlen sich dem Produkt anschließend enger verbunden. Diese Vorgehensweise ist natürlich bei Lifestyleprodukten wie den temporären Tattoos einfacher als beispielsweise bei B2B Produkten. Außerdem hilft es, dass die junge Zielgruppe auf vielen Social Media Kanälen vertreten ist. Lifestyle Produkte werden öfter geliked, geteilt oder gepinnt. So ist es für Tattooception auch einfacher, sich zu positionieren und ihre Zielgruppe zu erreichen.

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Zukunftspläne

Da der Shop gerade erst und ohne lange Vorlaufzeit eröffnet hat, sind Tobias und Paul noch dabei, Erfahrung zu sammeln und mehr Kunden zu gewinnen. Dabei hilft ihnen auch Justuno, eine App, die Kunden für verschiedene Aktionen Rabatte im Shop bietet. In Zukunft soll noch ein live Chat getestet werden, um Kundenfragen direkt beantworten zu können. AdWords und Soziale Medien werden bereits genutzt, um den Shop zu bewerben, doch auch offline Marketing wird nicht außer Acht gelassen. In nächster Zeit wollen Paul und Tobias ihr Unternehmen und Ihre Produkte auf verschiedenen Festivals präsentieren.

Um die Produktpräsentation noch weiter zu verbessern, ist ein Fotoshooting in Planung, die mobile Webseite soll verbessert werden und auch ein zweiter Shop ist im Gespräch.

Welche Tipps habt ihr für andere Onlinehändler?

  1. Prozesse schmal halten und Learning-by-doing-Ansatz verfolgen! Genauer gesagt heißt das, am Anfang den Perfektionismus ablegen und nicht zu lange konzipieren, sondern schnellstmöglich mit seiner Idee an den Markt gehen. Sobald man live ist unbedingt qualitatives Kundenfeedback einholen und direkt in die Produkt- und Shopweiterentwicklung einfließen lassen.
  2. Einen guten Marketingplan erstellen. Gerade bei Shoperöffnungen ist das Marketingbudget noch klein und sollte möglichst effizient eingesetzt werden. Alle Maßnahmen sollten ausschließlich die richtige Zielgruppe erreichen. Die Benutzung eines Tracking Tools ist hierfür unerlässlich und spielt eine wichtige Rolle, um Kampagnen (bspw. bei Adwords oder Facebook) zu monitoren und Cross Channel Effekte sichtbar zu machen. So kann man das Budget optimal einsetzen.

Vielen Dank für das nette Gespräch! Wir wünschen Tattooception viel Erfolg für die Zukunft!