Das Weihnachtsgeschäft im Online-Handel: Rückblick und Prognosen

Die Weihnachtszeit ist für den Handel eine der umsatzstärksten Zeiten im Jahr. Dies gilt für den stationären Handel aber auch für den Online-Handel, welcher von Jahr zu Jahr mit einem wachsenden Anteil am Gesamtumsatz des Weihnachtgeschäfts profitiert. Konsumenten strömen nicht nur in die Einkaufspassagen, sondern kaufen immer häufiger auch Geschenke von zu Hause aus ein. Vor allem aus Bequemlichkeit und Zeitmangel aber auch um die überfüllten Geschäfte in der Vorweihnachtszeit zu umgehen, gewinnen Onlineshops an mehr Bedeutung für Weihnachtsbesorgungen. In diesem Artikel schauen wir auf das vergangene Jahr zurück und zeigen Ihnen die interessantesten Prognosen für 2014.

Zahlen zum Weihnachtsgeschäft 2013

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Konkrete Zahlen zum eCommerce vom letzten November und Dezember legt der Bundesverband des Deutschen E-Commerce und Versandhandels vor: Der interaktive Handel (klassischer Versand und Online-Versand) erzielte im Weihnachtsgeschäft 2013 einen Umsatz mit Waren in Höhe von 10,3 Mrd. Euro und machte somit 14% des Gesamtumsatzes an Weihnachten aus. Der Online-Anteil lag bei 8,5 Mrd. Euro und machte somit 82,5 Prozent des Interaktiven Handels aus. Die Umsatzsteigerung für das Online-Weihnachtsgeschäft lag bei 54,5 Prozent zum Vorjahr.

 

Die beliebtesten Geschenke unterm Weihnachtsbaum

Der bevh zeigt, dass die Deutschen zum letzten Weihnachtsfest vor allem gerne Kleidung und Bücher verschenkt haben. Auch Unterhaltungselektronik und andere Elektronikartikel, Spielzeug und Schmuck & Uhren lagen häufig unterm Weihnachtsbaum:

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Wenige Last-Minute Lieferungen

Eine Umfrage des ECC Köln und time:matters zeigt, dass deutsche Konsumenten den Versprechen zur Lieferung kurz vor Weihnachten mit Skepsis begegneten. Gerade in den letzten fünft Tagen vor Weihnachten gingen die Deutschen letztes Jahr beim Geschenkeinkauf selten das Risiko ein, kurzfristige Bestellungen aufzugeben. Ein Drittel der Befragten wollte sich nicht darauf verlassen, dass am 23. Dezember bestellte Geschenke noch rechtzeitig an Heiligabend geliefert werden.

Durch das fehlende Vertrauen der Konsumenten in die pünktliche Lieferung ihrer Geschenke und die bislang noch selten genutzte Lieferoption „Same Day Delivery“ entgingen den Online-Händlern letztes Jahr Umsätze in Millionenhöhe: Der ECC Köln rechnete mit einem Umsatzverlust von rund 750 Millionen Euro für den Online-Handel durch die Abnahme von Online-Bestellungen von Geschenken wenige Tage vor Weihnachten. Viele Konsumenten gingen auf Nummer sicher und machten ihre letzten Weihnachtsbesorgungen doch lieber in Ladengeschäften.

2014 wird ein mobiles Weihnachtsgeschäft

Mobil getätigte Einkäufe werden zur diesjährigen Weihnachtszeit laut „Adobe Online Holiday Shopping Forecast“ gegenüber dem Vorjahr um 42% zunehmen. Dann läge der mobile Anteil an den gesamten Online-Einkäufen der Deutschen bei 14%: etwa ein Drittel (4,5%) durch Transaktionen über Smartphones und etwa zwei Drittel (9,5%) über Tablets. Die Vorreiter im mobilen Shopping zur Weihnachtszeit werden jedoch die Briten, Iren, Norweger und Schweden sein: Dort werden Einkaufsanteile von bis zu 25% durch mobile Endgeräte erreicht.

Deutschlands Weihnachtsgeschäft im weltweiten Vergleich

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Der „Adobe Online Holiday Shopping Forecast“ hat für dieses Jahr außerdem die Online-Weihnachtseinkäufe weltweit prognostiziert. Das Ergebnis ist, dass Deutschland das Weihnachtsgeschäft in Europa anführen wird. Der umsatzstärkste Tag soll der 8. Dezember 2014 werden. An diesem Tag werden die Deutschen rund 438 Millionen Euro für Weihnachtsartikel ausgeben. Das würde heißen, dass jeder Deutsche durchschnittlich 5,41 Euro ausgibt, ein Wert der jedoch unter dem europäischen Durchschnitt von 7,12 Euro liegt.

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Andere Prognosen, zum Beispiel vom Handelsverband HDE, erwarten, dass der Umsatz des Onlinehandels im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr gar um 18% wachsen wird. Laut HDE wird das Wachstum in Deutschland damit sogar stärker als das in den USA (17%).

Die Sterne stehen also günstig für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft. Doch egal wie hoch das Wachstum letzten Endes ausfällt, Sie sollten für das Weihnachtsgeschäft gerüstet sein! Lesen Sie dafür auch unsere 201 Marketing & eCommerce Tipps für die Feiertage.