4 Tipps für Neueinsteiger im Onlinehandel

Wenn man etwas Neues beginnt, sind die ersten Schritte immer die schwierigsten. Viele Neueinsteiger im Onlinehandel, die bereits ein Ladengeschäft haben, möchten Ihren Umsatz mit einem Onlineshop steigern und auch neue Kunden auf Ihren realen Shop aufmerksam machen. Einen Onlineshop zu gründen hört sich zunächst vielleicht einfach an, als Neueinsteiger muss man aber einige Dinge beachten. Dieser Blogpost zeigt Ihnen die Basics, an die Sie beim Einrichten und der Instandhaltung Ihres Onlineshops denken müssen.

1. Was macht die Konkurrenz?

Bevor Sie loslegen, sollten Sie erst einmal schauen, was Ihre zukünftige Konkurrenz macht. Sie werden merken: Die Konkurrenz ist groß. Um Kunden von Ihrem Shop zu überzeugen, sollten Sie darum alle Register ziehen. Zum einen ist es natürlich sinnvoll, z.B. Preise zu vergleichen und zu überprüfen, ob Sie Ihre Produkte zu ähnlichen Preisen anbieten können wie Ihre Mitbewerber. Um aus der Masse der Onlineshops hervorzustechen, ist es aber auch von Vorteil, ein anderes oder individuelleres Angebot zu haben als Ihre Konkurrenz. Sie sollten ein Alleinstellungsmerkmal haben, sodass Kunden, die vor die Wahl gestellt werden, bei Ihnen oder bei einem Mitbewerber zu kaufen, Ihren Shop wählen. Dabei hilft zum Beispiel auch, individuelle Produktbeschreibungen zu verfassen und nicht die Standardbeschreibung des Herstellers zu übernehmen.

Herausragender Kundenservice oder zusätzliche Informationen auf Ihrer Webseite, zum Beispiel durch einen Blog, sind auch Möglichkeiten, Kunden auf sich aufmerksam zu machen und Ihren Shop individueller zu gestalten. Bieten Sie auf jeden Fall auch eine mobile Version Ihres Shops an, Mobile Commerce ist groß im Kommen!

2. Verbraucherschutz und Informationspflicht

Als Neueinsteiger im Onlinehandel, reicht es nicht aus, einfach ein paar Produkte online zu stellen. Sie müssen Ihre Kunden über ihre Rechte und Pflichten informieren und auch Sie selbst als Shopbetreiber sollten immer auf dem neusten Stand der Rechtsprechung für Fernabsatzgeschäfte in Deutschland sein, um Abmahnungen und somit unnötige Kosten zu vermeiden. Eine Studie des Händlerbundes zeigt, dass im Jahr 2013 59,73% aller Onlinehändler eine Abmahnung erhalten haben. Die Abmahnungen waren meist Folge von Verletzungen des Wettbewerbsrechts allgemein, des Markenrechts oder des Urheberrechts. Achten Sie also darauf, dass Ihr Onlineshop alle nötigen Angaben enthält. Sie sollten zum Beispiel Ihre AGBs überprüfen, sicherstellen, dass bei Ihren Preisen angegeben ist, ob die Mehrwertsteuer enthalten ist und ob Versandkosten anfallen, Widerrufsrechte und die korrekte Angabe von Lieferzeiten sind ebenfalls zu beachten. Wenn Sie in andere Länder liefern, sollten Sie auch hier sicher gehen, dass Ihre Seite die lokalen Verbraucherschutzrechte befolgt und über eventuelle Gebühren und Zollkosten informieren.

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Es ist für Neueinsteiger im Onlinehandel und alte Hasen empfehlenswert, der Rechtsprechung zu folgen und immer auf dem neusten Stand zu bleiben, sodass Sie schnellstmöglich auf neue Richtlinien reagieren können. Eine gute Adresse für Neuigkeiten zur Rechtssprechung ist der Trusted Shops Blog. Auch die von Anwälten erstellten Vorlagen und Hinweisblätter des Händlerbundes sind eine gute Informationsquelle. Um sicherzugehen, dass Ihre Seite den rechtlichen Anforderungen entspricht, ist es empfehlenswert, Mitglied bei einem anerkannten Gütesiegel zu sein. Dies hilft nicht nur Ihnen, sondern erweckt auch Vertrauen bei Ihren Kunden.

Um falsche Angaben in Ihren Informationstexten zu vermeiden, sollten Sie sich auch überlegen, ob Sie Ihre Produkte an gewerbliche (B2B) oder private (B2C) Kunden verkaufen wollen. Hier gelten z.B. Unterschiede bei der Informationspflicht. Von gewerblichen Kunden muss ein Gewerbenachweis verlangt werden, der es beispielsweise gestattet einzukaufen, ohne MwSt. entrichten zu müssen. Der Händler ist dafür zuständig sicherzustellen, dass in diesem Falle keine Endverbraucher bei ihm einkaufen. Wenn Sie sowohl an gewerbliche als auch an private Kunden verkaufen möchten, ist es eine Überlegung wert, zwei getrennte Shops zu betreiben.

3. Ansprechende Gestaltung auch für Neueinsteiger im Onlinehandel

Neueinsteiger im Onlinehandel

Wenn Sie nun alle rechtlichen Dinge geklärt haben und soweit sind, dass Sie Ihren Onlineshop eröffnen möchten, sollten Sie darauf achten, dass er ansprechend gestaltet ist. Dabei ist auch das Produkt, das Sie verkaufen wichtig: Beim Verkauf von Gartengeräten ist ein anderes Design notwendig als beim Verkauf von Mode. In diesem Blog Artikel können Sie sehen, wie andere Händler unsere Templates verwendet haben.

Visuelle Reize spielen eine große Rolle bei einer Kaufentscheidung. Verwenden Sie so viele Produktbilder wie möglich, um Ihre Produkt von allen Seiten abzubilden. Beim Online-Einkauf kann der Kunde das Produkt nicht in die Hand nehmen, Bilder und Beschreibung müssen diese Möglichkeit ersetzen. Achten Sie dabei aber darauf, keine Urheberrechte zu verletzen.

Unter den Aspekt der Gestaltung fällt auch, dass Ihr Shop übersichtlich und intuitiv zu bedienen ist. Arbeiten Sie Kategorien zunächst aus und stellen Sie sicher, dass sie deutlich und einfach zu verstehen sind. Berücksichtigen Sie auch Textseiten für z.B. Informationen über Ihr Unternehmen oder AGBs. Übertragen Sie die Kategorien erst nach der Ausarbeitung in Ihren Onlineshop.

4. Kundenbewertungen

 

Eine weitere Möglichkeit, Kunden davon zu überzeugen, bei Ihnen einzukaufen, sind Kundenbewertungen. Integrieren Sie von Anfang an ein Programm in Ihren Onlineshop, mit dem Kunden Ihre Produkte und Ihren Service bewerten können. Wenn Sie ausgezeichneten Service liefern und Ihre Produkte zu 100% den Produktbeschreibungen entsprechen, werden Sie auch positive Bewertungen erhalten.
Kundenbewertungen schaffen Vertrauen und positive Mundpropaganda ist außerdem ein nützliches Marketingwerkzeug: Kunden achten darauf, was ihre Freunde oder andere Kunden über ein Produkt sagen und es beeinflusst die Kaufentscheidung maßgeblich. Um mehr Kunden anzulocken, können Sie die Bewertungen auf Ihren Profilen bei Facebook, Twitter und Co. teilen. Wenn Sie eine schlechte Bewertung erhalten, sollten Sie diese keinesfalls löschen. Dies würde unter Ihren Kunden nur Misstrauen schaffen und kann Ihren positiven Ruf schädigen. Reagieren Sie stattdessen höflich auf die Bewertung und bedanken Sie sich für die Verbesserungsvorschläge und die Kritik, versuchen Sie das Problem zu lösen und geloben Sie Besserung. Dieses Versprechen müssen Sie dann allerdings auch einhalten.

Schlussbemerkung

Diese Tipps sollten auf jeden Fall beherzigt werden. Informieren Sie sich vor allem über rechtliche Aspekte genauer, es wäre schade, wenn Sie schon kurz nach der Eröffnung Ihres Onlineshops eine Abmahnung erhalten würden, weil Sie etwas nicht korrekt angegeben haben oder wichtige Informationen fehlen.

Welche Tipps haben Sie für Neueinsteiger im Onlinehandel? Welche Informationen haben Ihnen bei der Gründung eines Onlineshops gefehlt und was hat Ihnen geholfen? Wenn Sie sich gerade in der Gründungsphase befinden, auf welche Schwierigkeiten sind Sie gestoßen und womit schlagen Sie sich herum, wo Sie vorher nicht mit gerechnet haben? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren unter diesem Artikel, wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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